In der Serie „Dreimal aufgeschlaut“ erklären Experten der Plan.Net Gruppe regelmäßig aktuelle Themen der digitalen Welt. Auch Augmented Reality und Virtual Reality haben sie genauer unter die Lupe genommen. Insbesondere in Bezug auf Marketing.

Immer wieder geht es darum, ob der Hype von AR und VR bereits wieder der Vergangenheit angehören. Die Experten von Plan.Net halten fest, dass Extended Reality (Augmented Reality, Virtual Reality, 360°-Film) mittlerweile zu einem festen Bestandteil in vielen Bereichen geworden ist – unter anderem im Marketing.

User-generated Augmented Reality

Augmented Reality findet bereits einen großen, reichweitenstarken Einsatz und entwickelt sich rasant. Denn meist reicht es schon, sein eigenes Smartphone einzusetzen, um die reale Welt durch digitale Inhalte anzureichern. Lediglich eine App muss dazu heruntergeladen werden. Doch auch über Websites lässt sich Augmented Reality erleben – seit Herbst 2018 ist auch eine web-basierte AR möglich, die auch aufwändige Anwendungen erleben lässt. Diese wiederum kann auch über Social Media verwendet werden. Vorreiter auch hier: Facebook! Facebook pusht die eigene Plattform und bietet mit Spark AR die Möglichkeit, schnell und simpel AR-Anwendungen über den eigenen Markenchannel Facebook oder Instagram zu launchen. Der Anfang von user-generated AR.

Augmented Reality kann man auch über AR-Brillen erleben. Beispielsweise durch die HoloLens von Microsoft oder die Magic Leap.

Magic Leap
Magic Leap

Augmented Reality im E-commerce

Auch im Bereich E-commerce findet Augmented Reality immer mehr Einsatz. Hier schlägt AR die Brücke zwischen physischen und digitalen Erlebnissen. Mit den Apps von Ikea und Otto.de kann der Interessent seine Möbel probeweise in sein Wohnzimmer stellen und dann entscheiden, ob es größentechnisch passt und auch gefällt. Das ist bequem für den Kunden und verringert die teure Rücklaufquote für den Händler. Auch Online-Drogerien setzen schon Augmented Reality ein. Kundinnen können bei Youcam Makeup oder Sephora mehrere Make-up Looks hintereinander als AR-Filter direkt an sich ausprobieren und online bestellen.

Extended Realities als ehrlicher Service

Extended Realities (XR) wird oft als zusätzlicher, hilfreicher Service angeboten. Durch den Einsatz können sich B2B-Kunden beispielsweise eine neue Flugzeugkabine oder B2C-Kunden ein Hotelzimmer besser vorstellen. In 360° lassen sich Details betrachten.

Die meisten ersten und offensichtlichen XR-Ideen wurden von Agenturen bereits umgesetzt. „Dreimal aufgeschlaut“ stellt sich hier die Fragen: „Wenn jetzt aber AR-Filter und 360°-Filme schon normal für die Menschen sind, wird es erst richtig spannend. Wie kann XR die Kampagnenidee virtuell weitererzählen? Vielleicht ist eine XR sogar das Herzstück der Kampagne. Nun heißt es, sich tiefer und nachhaltiger mit dem Thema zu beschäftigen.“

Für Marketingverantwortliche ist das Thema kein Leichtes. Viele ahnen, dass Extended Realities für einzelne Abteilungen relevant sind und sogar eine Menge Geld einsparen könnten. Die Frage ist nur: Wie fängt man an? Das klassische Modell, Kunde brieft Agentur und die präsentiert zwei Wochen später die Lösung, funktioniert hier oft nicht. Interne Strukturen und Abläufe müssen berücksichtigt werden.“

Die besten Lösungen erreichen Kunde und Agentur nur in enger Zusammenarbeit

Die Lösung ist, alle an einen Tisch zu bringen: Marketingverantwortliche, Vertriebler, Experten für XR (oder andere Themen), Kreative, Strategen, Programmierer, jede Menge Gadgets zum Ausprobieren, plus den Willen wirklich etwas zu verbessern. Innerhalb von einem bis drei Tagen kann mithilfe von Design Thinking Methoden bereits eine Vorstandspräsentation oder sogar ein Prototyp entstehen. Für genau solche Fälle haben wir das Plan.Net Innovation Studio gegründet. Quasi ein externes Innovation Lab, das Marketingabteilungen für sich nutzen können, ohne selbst eines aufbauen zu müssen.

Plan.Net Innovation Studio | Quelle: lead-digital.de

Fazit: Die Erfolgsgeschichte von Extended Realities geht rasant weiter. In technologischer, kreativer und populärer Hinsicht.

Zum Abschluss noch ein Tipp für Oma, Kollege und Kunden: Dieses Jahr kommt ein Nachfolger von PokemonGo. Dieses Mal geht es um die Welt von Harry Potter. Gerüchten zufolge vermischen sich AR und Voice Control. Das würde bedeuten, dass demnächst die Menschen auf der Straße nicht mehr mit virtuellen Bällen werfen, sondern Zaubersprüche brüllen. Dabei geht es gar nicht darum, ob man so ein Spiel selbst gut findet, sondern nur um zu verstehen, was Millionen von Menschen begeistert und was für Millionen von potentiellen Kunden schnell das New Normal sein wird. Also: Einfach mal mitmachen.