Die ersten Google Maps Local Guides testen sie schon: die neue Version von Google Maps mit Augmented Reality Navigation. Bereits im Mai 2018 wurden erste Einblicke gegeben. Seit Februar 2019 befindet sich die APP in der ersten großangelegten Testphase.

Die aktuelle Google Maps Navigation wurde in den vergangenen Monaten stark überarbeitet und mit vielen neuen Features angereichert. Die Augmented Reality Navigation hat ein riesiges Potenzial, denn der Einsatz der zukunftsweisenden Technologie bietet viele neue Einsatzmöglichkeiten.

Wie funktioniert die AR-Navigation?

Google Maps nutzt für die Augmented Reality Navigation das Kamerabild des Smartphones, analysiert und versieht es für die Routenangabe mit zusätzlichen Elementen. Dabei wird auf die bewährte Routenplanung von Maps, Bilderkennung, AR-Technik und nicht zuletzt auf Streetview-Daten zugegriffen. Die Daten ermöglichen das sogenannte Visual Positioning.

Visual Positioning Service (kurz: VPS)
soll Smartphones helfen, den Nutzer in die richtige Richtung zu leiten, wenn GPS alleine nicht wirklich hilft. Ebenso wie Menschen sich an markanten Objekten orientieren, wendet Google mit seinem Visual Positioning Service (VPS) das gleiche Prinzip für Smartphones an: Die Kamera soll nicht nur erkennen, wo sich das Gerät befindet, sondern auch, wie es orientiert ist. Das würde die Routenführung für Fußgänger insbesondere in Straßenschluchten erheblich erleichtern.

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Die neue APP blendet nutzerfreundliche AR-Signale ein.

Das bislang für die Navigation genutzte GPS kann auch mal ungenau arbeiten, insbesondere in Großstädten meterweit danebenliegen oder erst gar keine Richtung angeben. Auch der Kompass ist durchaus störungsanfällig.

All das schaltet die neue Version von Maps aus. Google Maps greift dafür auf eine Datenbank aus Streetview-Bildern mit Billionen optischen Punkten zurück. Anhand derer lässt sich die Position des Nutzers genau lokalisieren: ob Straße, Brücke, Gebäude, Stadt oder Land.

Google Maps AR derzeit in Testphase

Derzeit wird die neue Funktion laut Google-Angaben zunächst ausgiebig getestet. Bislang funktioniert diese unter idealen Bedingungen, wie Tageslicht und Sonnenschein. Jetzt muss sich noch die Zuverlässigkeit bei Regen, Gewitter oder Dunkelheit herausstellen. Im nächsten Schritt werden die Funktionen auf andere Geräte ausgeweitet.

Wie all das funktioniert zeigt das Video von der Google IO 2018:

New Google Maps at Google IO 2018 with augmented reality