Cloud Computing
Cloud Computing | Bildquelle: Pixabay
Viele Experten sagen Augmented Reality (kurz: AR) die große Zukunft voraus! Verglichen wird der Durchbruch mit dem des Internets vor zwei Jahrzehnten. Pokemon Go hat Augmented Reality – eine neue Form der Mensch-Computer-Interaktion, in der die reale Welt virtuell erweitert wird – der Weltöffentlichkeit nah gebracht. Kurz: AR wird den großen Durchbruch schaffen, welcher unser aller Leben massiv beeinflussen wird.

Das elfte Release von Apple iOS feuerte Augmented Reality im vergangenen Jahr ordentlich an, denn es enthielt das ARKit, ein Entwickler-Framework für den Bau von AR-Anwendungen. Zeitgleich hat Apple passend dazu aufgefrischte Anwendungen, wie beispielsweise die „RoomScan“-App, mit der ein exakter Wohnungsgrundriss ermittelt werden kann. Oder die Flugreisen-App „App in the Air“, mit welcher der nächste Business-Trip virtuell „vorgeflogen“ werden kann. Dank Augmented Reality.

Noch sind solche Apps mehr oder weniger Spielereien, aber die Experten sind sich einig: Zukünftig werden alle unsere Anwendungen so aussehen. Denn anders als bei der virtuellen Realität entzieht AR dem Betrachter nicht die Welt, sondern reichert sie im Gegenteil mit jeder Art von Zusatzinformationen an. Ein toller Mehrwert – auf den man ähnlich wie auf Extras im Auto, nicht mehr verzichten möchte, sobald man sie einmal hatte.

Weltumspannende Cloud für Geodaten

Der CloudComputing Insider berichtet online am 31. Oktober 2018, dass für den großen Durchbruch von Augmented Reality noch einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden müssen. Wie beispielsweise eine weltumspannende Cloud mit Geodaten. Bislang baut noch jede AR-Anwendung auf eine kleine Basis an Geodaten auf. Interagieren von AR-Anwendungen wäre damit aber praktisch unmöglich. Nur bei einer geteilten Datenbasis funktionieren die verschiedenen AR-Anwendungen synchron. Erst mit einer AR Cloud, können Augmented Reality Informationen auf einem globalen Level geteilt werden. Das hat sowohl die Wissenschaft als auch die Industrie bereits erkannt und arbeitet an entsprechenden Lösungen. Welcher Ansatz sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Derzeit gibt sich noch einige Stolpersteine auf dem Weg zum großen Durchbruch: Die AR Cloud müsste ständig aktualisiert werden, was nur funktioniert, wenn dafür Informationen von den Endgeräten weltweit eingeholt werden. Was wiederum Sicherheitsfragen aufwerfen würde. Eine einzige AR-Killerapp könnte den Aufbau einer AR Cloud jedoch in wenigen Stunden oder Tagen ermöglichen. Auch hier voran Pokemon Go: mit einer AR Cloud wurde hier im „echten“ Mehrspielermodus gespielt.

Track Kit oder Google Tango sind bereits seichte Vorläufer der globalen AR Cloud. Die Track Kit-App macht z. B. genau, was man für eine globale AR Cloud benötigt: Sie fügt auf Wanderungen Beschreibungen zu Wegpunkten hinzu. Derzeit erfolgt der Austausch noch per Mail oder Messenger mit anderen Usern. Mithilfe einer globalen AR Cloud würde dieser automatisch erfolgen. Googles Tango setzte auf maschinelles Sehen ganz ohne GPS, um 3D-Landkarten zu erstellen. Die Anwendung ist mittlerweile ganz in die Augmented Reality-Plattform ARCore aufgegangen. Was zuletzt noch fehlt, ist die gemeinsame, globale Datenbank, in der die getrackten Informationen zusammenfließen.

Lange wird es nicht mehr dauern: die AR Cloud und damit der große, globale Durchbruch von Augmented Reality! Auf der AWE 2018 startet bereits die Initiative Open AR Cloud, die gemeinschaftlich von derzeit 16 Unternehmen betrieben wird.