AR ansicht brixia italia
So sieht Brixia in AR aus | Quelle: Vimeo

Kleine Korrektur, Zeitreisen kann die Augmented Reality (AR) nicht realisieren. Trotzdem kommen die AR und Virtual Reality Anwendungen diesem Traum der Science Fiction immer näher. Projekte im beschaulichen Rheda-Wiedenbrück, in Brescia, Italien und weltweit, belegen was diese Zeitreisen heute schon vermögen.

Back to the Future / Zurück in die Zukunft – so hieß die Kult Trilogie um Marty und Doc die 85, 89 und 1990 in den Kinos die Kassen klingeln ließ. Das kultige Epos von Steven Spielberg schickte Marty (Michael J. Fox) im ersten Teil ungewollt ins die 50er Jahre, in Teil zwei in die Zukunft von 2015 und zuletzt in den Wilden Westen. Die Augmented Reality (kurz: AR) macht es nun nach.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück im Display

Mithilfe dieser Technologie schickt nun die Stadt Rheda-Wiedenbrück ihre Gäste in die Vergangenheit. Natürlich ist diese Zeitreise zu 100% freiwillig für die Touristen. Auch benötigen die Teilnehmer keine Atom-getriebene Zeitmaschine zum Besuch der historischen Altstadt in der Stadt. Lediglich ein Smartphone oder Tablet und die installierte App reichen aus. Schon kann die Reise los gehen, sozusagen eine digitale Stadtführung. Das Handy oder Tablet sind nun die Lupe, die das verborgene aufdecken kann. Hier sieht der Zeitreisende mehr, er erhält einen Einblick in die Vergangenheit. Sieht die eingebaute Kamera historische Plätze, zeigen sich den Touristen auf dem Display historische Ansichten. Interessierte hören Geschichten über das fokussierte Haus oder sie verfolgen kleine Alltagsszenen, die weitere Informationen aus erster Hand vermitteln.

AR-Spielplätze und -Schatzkisten weltweit

Auf der größten archäologischen Ausgrabungsstelle in Norditalien geht es noch weiter in die Vergangenheit. Hier hat die Firma ARtglass große mit Augmented Reality Brillen verwirklicht .In Brescia lassen Besucher die römische Stadt Brixia (heute Brescia) auferstehen.

Das Kölner Virtual Reality – Museum TimeRide nimmt seine Besucher mit auf eine Zeitreise in das alte Cöln zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit Virtual Reality können sich Besucher komplett um 360° in der historischen Szenerie umschauen. Sie können in das damalige Leben und Treiben eintauchen. In der historischen Straßenbahn Platz genommen und die VR-Brille aufgesetzt, erstreckt sich die 2,3 Kilometer lange virtuelle Reise vorbei an 600 Gebäuden der Kaiserzeit. So stellt ein Milchmädchen Kannen vor die Haustüren, der Brikettmann liefert die Kohlebriketts oder Bürger diskutieren über die ersten Benzin-Automobile.

Kulturaustausch mittels AR und VR

Ob in digitalen Stadtführungen, in archäologischen Ausgrabungen oder in Museen – Augmented und Virtual Reality zeigen neue Wege im Tourismus auf. Die Technologien nehmen Besucher mit in virtuelle Welten und die zukünftigen Möglichkeiten scheinen grenzenlos. So sind die Daten aus Brescia auch auf der anderen Seite der Erdkugel verfügbar. Einem Kultururlaub steht also in Zukunft auch ohne eine zeitaufwendige Reise jedem und jederzeit offen.