Mit dem „Air Ride“ wurde allen Wintersportlern ein höchst innovativer Skihelm auf der Hannover Messe im April 2019 vorgestellt worden. Ein Kooperationsprojekt von Lehrenden und Studierenden der Fachbereiche Gestaltung und Informatik an der Hochschule Darmstadt (h_da) haben den „Air Ride“ entwickelt.

Was macht den Helm besonders?

Der „Air Ride“ lässt sich zusammenklappen und passt so in ein Etui, das kaum größer als das einer Skibrille ist. Dazu wurde ein spezieller Metallrahmen entwickelt, der dazu beiträgt, dass der Helm platzsparend transportiert und gelagert werden kann.

Air Ride - Skihelm mit AR
Air Ride | Bild: Hochschule Darmstadt / Maximilian Klyk

Ein innovatives Luftpolstersystem bietet Skifahrern höchste Sicherheit. Dieses besteht aus zwei Schichten, die per Knopfdruck am Helm mit Luft befüllt werden. Die innere Schicht sitzt direkt am Kopf und ist mit kleinen Luftkammern versehen, die mit geringem Druck aufgeblasen werden, so dass sich die Polster der Kopfform anpassen und ein angenehmes Tragegefühl erzeugen. Ein integriertes Tuch aus Merinoschafwolle erhöht den Tragekomfort zusätzlich. Die Außenschicht besteht aus großen Luftpolstern, die mit maximalem Druck befüllt werden. Auf diese Weise soll die Kraft bei starken Stürzen aufgenommen werden. Die Luftpolster sind zugleich wärmeisolierend, ein spezielles Luftkanalsystem sorgt für eine ausgewogene Belüftung.

Zudem wurde ein Augmented Reality System in das Helmvisier integriert. Per HM-Display lassen sich hier bestimmte Informationen und Funktionen abrufen, wie beispielsweise Informationen zu Geschwindigkeit, Temperatur oder Navigation mit Informationen zu Standorten von Hütten und Infopoints. Aber auch Lawinenwarnungen werden im Display angezeigt.

Auch ist es denkbar, dass das AR-System für die Ortung verschütterter Personen eingesetzt wird. Der „Air Ride“ ist mit einer Sprachsteuerung versehen und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Kommunikation, wie Telefonate oder das Versenden von Nachrichten.

Wo ist die Technik integriert?

All diese Technik ist im Visier des Helms verbaut. Dieses wird durch Magnete am Rahmen gehalten, in dem unter anderem die Luftkartuschen für die Luftpolster sowie Akku, Steuerung und Lautsprecher für die Anwendung untergebracht sind.